Foto: Manfred Esser
Überfüllte Altglascontainer, Flaschen neben den Standorten und Glasscherben auf Gehwegen gehören in Bergisch Gladbach zum Stadtbild. Dabei handelt es sich nicht um ein kurzfristiges oder rein saisonales Problem, sondern um ein dauerhaftes Thema, das Sicherheit, Sauberkeit und Lebensqualität in unserer Stadt beeinträchtigt.
Selbstverständlich tragen neben der Stadt auch die Bürgerinnen und Bürger Verantwortung. Altglas gehört in die vorgesehenen Container und nicht daneben. Dieses verantwortungsvolle Verhalten setzt jedoch voraus, dass eine verlässliche und funktionierende Entsorgungsstruktur vorhanden ist. „Die große Mehrheit der Bürger trennt ihren Müll sorgfältig und verantwortungsbewusst“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Metten. „Wenn Container regelmäßig überfüllt sind, ist das kein Versagen der Bürgerschaft, sondern ein organisatorisches Problem.“
Genau hier sieht die CDU-Fraktion weiterhin erheblichen Handlungsbedarf. Bereits im Juni 2025 hatte sie die Verwaltung aufgefordert, ein Gesamtkonzept für die Altglasentsorgung im Stadtgebiet vorzulegen. Gefragt wurde unter anderem nach Vertragsinhalten mit den Dualen Systemen, nach festen Leerungsrhythmen, nach Kontrollen der Standorte sowie nach Regelungen für Zeiten mit erhöhtem Aufkommen – etwa zu Feiertagen oder zum Jahreswechsel. Bis heute liegen hierzu keine konkreten Antworten vor.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um rückwärtsgewandte Schuldzuweisungen. Entscheidend ist, dass bekannte Missstände endlich konsequent angegangen werden. „Wenn Probleme über einen längeren Zeitraum bestehen, muss die Verwaltung handeln und tragfähige Lösungen vorlegen“, so Metten weiter.
Auch wenn die Altglasentsorgung durch beauftragte Dienstleister erfolgt, entbindet dies die Stadt nicht von ihrer Verantwortung. Die Stadt muss ihrer Steuerungs- und Kontrollfunktion gerecht werden. Wer Leistungen vergibt, muss klare Vorgaben machen, deren Einhaltung überprüfen und bei erkennbaren Problemen konsequent nachsteuern.
Für die CDU-Fraktion ist klar: Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum sind keine Nebenthemen, sondern zentrale Bestandteile kommunaler Daseinsvorsorge. „Bürger, Stadt und Entsorger müssen hier gemeinsam Verantwortung übernehmen“, fasst Metten zusammen. „Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf sichere, saubere und funktionierende Entsorgungsstandorte.“

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