Unfälle durch Technik vermeiden

09.09.2019

CDU und SPD beantragen "Nachrüstung von Abbiegeassistenten" im Ausschuss

Viele erinnern sich noch an den tragischen Unfall 2018 in Köln, bei dem ein siebenjähriger Junge von einem Müllwagen überrollt und tödlich verletzt wurde. Die Ursache war damals der tote Winkel des Müllfahrzeugs im Abbiegevorgang.

Das Problem der eingeschränkten Sicht von großen Fahrzeugen beim Abbiegen ist eine Gefahr insbesondere für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger. Diese werden im toten Winkel nämlich leicht übersehen.

„Die Verwaltung soll darum prüfen, ob die Nachrüstung von Abbiegeassistenten bei großen Fahrzeugen im städtischen Fuhrpark und bei den Tochtergesellschaften sinnvoll ist, um die Unfallgefahr im Straßenverkehr zu verringern. Als Vorbild können die städtischen Müllfahrzeuge dienen, die bereits mit Abbiegeassistenten ausgerüstet wurden“, erläutern Klaus W. Waldschmidt (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Dr. Michael Metten (CDU-Fraktionsvorsitzender) den gemeinsamen Antrag für den Ausschuss für Umwelt, Infrastruktur, Klimaschutz und Verkehr am 11. September 2019.

Neben den Müllfahrzeugen gibt es nämlich weitere große Fahrzeuge wie Kehrmaschinen im städtischen Fuhrpark und bei den Tochtergesellschaften. „Wir wollen künftig solche Unfälle mithilfe von Technik vermeiden. Daher lohnt es sich, eine umfassende Nachrüstung der großen Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten zu prüfen“, erörtern Dr. Michael Metten und Klaus W. Waldschmidt.

Die Verwaltung sieht das genauso: „Daher wird es als lohnend angesehen, eine umfassende Nachrüstung der großen Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten zu prüfen und so das Unfallrisiko zu verringern“, erläutert sie in der Vorlage Ö 16.10 für den Ausschuss für Umwelt, Infrastruktur, Klimaschutz und Verkehr.