Foto: Susanne Schröder
Die Senioren-Union aus CDU und CSU auf Bundesebene fordern in einer gemeinsamen Erklärung nachdrücklich dazu auf, die im Pflegeneuordnungsgesetz geplanten Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger zurückzunehmen.
Pflege durch Angehörige verdient Respekt, Anerkennung und eine verlässliche soziale Absicherung.
Manfred Klein, Vorsitzender der Senioren-Union im Rheinisch-Bergischen Kreis:
„Wer das Fundament unseres Pflegesystems schwächt, handelt kurzsichtig und gefährdet die Zukunft der Pflege in Deutschland. Ohne den Einsatz von Familienmitgliedern würde das Pflegesystem sofort kollabieren. Wir warnen vor der geplanten 30-prozentigen Kürzung für pflegende Angehörige und kündigen massiven Widerstand an. Wir fordern die sofortige Rücknahme dieses Reform-Irrwegs. Sonst wird erneut das Vertrauen in den sozialen Zusammenhalt zerstört.“
„Kürzungen bei der Pflegerente sind ein Angriff auf die häusliche Pflege. Pflegende Angehörige ersparen Staat, Pflegeversicherung und Sozialkassen jedes Jahr Milliardenbeträge. Ohne ihren Einsatz müssten deutlich mehr professionelle Pflegekräfte eingesetzt und zusätzliche stationäre Pflegeplätze finanziert werden. Die dadurch entstehenden Mehrkosten würden die jetzt geplanten Einsparungen bei weitem übersteigen,“ so Hubert Hüppe, Bundesvorsitzender der Senioren-Union.
„Der Gesetzentwurf sendet mit diesem Vorhaben ein fatales Signal. Wer Pflege leistet, darf dafür im Alter nicht bestraft werden,“ sagt der Vorsitzende der Senioren-Union CSU, Franz Meyer.
Und Manfred Klein ergänzt: „Wer bei denjenigen kürzt, die ohnehin unbezahlt kräftezehrende Arbeit leisten, zeigt, dass seine politischen Prioritäten in Richtung „unsozial“ verschoben sind.“
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